Die Zubereitung von Honig aus dem von Flugbienen eingetragen Nektar ist Aufgabe der Stockbienen. Um im Nektar  vorhandene Rohrzuckeranteile und Traubenzucker aufzuspalten, müssen von den Bienen Drüsensekrete zugefügt werden. Je mehr Jungbienen ein Volk hat, desto gründlicher kann diese Arbeit gemacht werden.Auch muss dem Honig viel Wasser entzogen werden. Als Wärmequelle kommt in erster Linie das Brutnest in Betracht, aber auch der Bienenbesatz auf den Waben spielt eine große Rolle. Darum müssen in jeder Beute Wabenzahl und Volksstärke im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

Jedem Imker müsste bekannt sein, das frisch eingetragener Nektar 60 % Feuchtigkeit enthält und erst nach dem Hinzufügen verschiedener Drüsensäfte und dem Entziehen der Feuchtigkeit durch die Stockbienen zu dem wird, was wir Honig nennen.

Viele Imker fürchten immer noch, das Brutnest würde bei guter Tracht verhonigen und erweitern unüberlegt mit zuviel Waben. Die Folge hiervon ist, dass die Bienen den Nektar auf zu viele Waben verteilen, was sich beim Eintreten einer Schlechtwetterperiode negativ auf die Qualität des Honigs auswirkt (zu hoher Wassergehalt).

Betrachten wir dagegen ein Volk im Naturbau ohne Apsperrgitter.

Der Honig drückt die Brut nach unten, später dehnt sich die Brut wieder nach oben aus. Der Kontakt Brut / Honig ist in diesem Fall immer gewährleistet. Vor dem Flugloch kann der Imker miterleben, wie die Bienen am Abend eines guten Trachttages am Flugloch sitzen, und die überschüssige Feuchtigkeit nach aussen ventilieren. Man kann einen wunderbaren  Nektar und Honigduft wahrnehmen.

Vor allem darf niemals an guten Trachttagen Honig entnommen werden, denn auch nur zum Teil verdeckelte Waben haben immer noch nicht verdeckelte Zellen, die erst mit frisch eingetragenem Nektar gefüllt sind. Dies will jedoch nicht heißen , dass Honigwaben die nicht gänzlich verdeckelt sind, noch nicht schleuderreif wären. Nach einer Reihe von (4 – 5) trachtlosen Tagen ist auch der Honig, der noch nicht verdeckelt , schleuderreif. Voraussetzung ist, daß alle mit Honig gefüllten Waben genügend mit Bienen besetzt sein müssen. Ist das nicht der Fall, ist besonders bei Waben, die an den Seitenwänden der Honigräume hängen, Vorsicht geboten. 

Der offene Gitterboden und das Apsperrgitter im Sommer und ihre  Nachteile auf die Qualität des Honigs.

Der Gitterboden sollte dazu dienen Varroa Milben zu zählen, mit Fragwürdigem Erfolg. Es ist für die Bienen unmöglich bei offenem Gitterboden im Sommer die Stocktemperatur zu regulieren. Dies wirkt sehr negativ auf die Trocknung des Honigs in der Wabe aus (zu hoher Wassergehalt).

Auch das Absperrgitter zwischen Honigraum und Brutraum bewirkt dass bei kälterer Witterung weniger Bienen den Honigraum bevölkern. Das Gitter unterbindet den Kontakt Honig-Brut. Honig mit zu hohen Wasserghalt sind  Haltungsfehler des Imkers.